35. Rheinzaberner Winterlaufserie - 10km

Diesen Winter habe ich mir fest vorgenommen die 35. Rheinzaberner Winterlaufserie zu finishen. Heute steht zum Auftakt der 10km-Lauf an, doch leider fallen alle anderen Runner wegen Verletzung, Umzug oder Urlaub aus, sodass ich mich mit mäßiger Motivation Sonntag morgens alleine auf den Weg nach Rheinzabern mache.

Doch je näher der Start rückt, desto mehr kommt die Motivation zurück und ich  nehme mir heute eine Zeit von 50 Minuten vor.

 

Kilometer 0,0: Pünktlich zum Start kommt die Sonne zum Vorschein und hilft mir zusätzlich beim Aufwärmen. Das Starterfeld setzt sich langsam in Bewegung und ich lasse die ersten beiden Kilometer durch den Ort ruhig angehen.

 

Kilometer 1,6: Ich überquere die Bahnlinie. Zum Glück kommt gerade kein Zug und ich muss nicht warten. Der Bahnübergang erklärt auch die ungewöhnliche Startzeit um 10:05 Uhr und ist offensichtlich mit dem Fahrplan der Deutschen Bahn abgestimmt. Noch fühlen sich die Beine locker an und die Atmung ist ruhig.

 

Kilometer 2,9: Kurzer Schock bei der Einbiegung in eine Unterführung. In der engen Kurve trete ich unerwartet auf eine Bodenwelle und knicke leicht um. Aber bereits nach wenigen Metern ist fast nichts mehr zu spüren und auch im weiteren Rennverlauf sollte mich das glücklicherweise nicht mehr aufhalten.

 

Kilometer 3,4: Nachdem ich mich davon wieder erholt habe, muss ich nun langsam mein anfänglich ruhiges Tempo etwas erhöhen um meine Zielzeit zu erreichen. Im nächsten Gang laufe ich nun unter 5:00 min/km und ziehe schnell an mehreren Läufern vorbei.

 

Kilometer 5,0: Mit einer Zwischenzeit von 25:30 Minuten passiere ich die Halbzeit-Markierung und liege damit noch nicht auf Kurs für das 50-Minuten-Ziel. Da ich bereits die nachlassende Kraft spüre, kommen erste Zweifel daran auf.

 

Kilometer 7,2: Zum ersten Mal am heutigen Tage zeigt mir meine Laufuhr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:00 min/km an, endlich liege ich auf Kurs.

 

Kilometer 7,7: Das Ziel ist an dieser Stelle nur ca. 100m entfernt, aber ich biege in die "Strafrunde" ab. Dabei versuche ich nach wie vor die hohe Geschwindigkeit zu halten und mich damit ins Ziel zu kämpfen. Der Puls erreicht dabei die kritische Marke von 300.

 

Kilometer 8,0: Auf der langen Gerade bis zum Wendepunkt pfeift mir der Gegenwind ins Gesicht. Zusätzlich verlangt mir die Steigung alles ab, aber ich schalte noch mal einen Gang höher in den Beast-Mode.

 

Kilometer 8,8: Der Wendepunkt ist erreicht, jetzt geht es die Gerade in umgekehrter Richtung mit etwas Rückenwind wieder zurück zum Schlussspurt.

 

Kilometer 9,9: Noch einmal durch die Unterführung und der letzte Anstieg hoch zum Ziel. Der Timer im Ziel ist schon in Sicht und er steht sogar noch unter 49 Minuten.

 

Kilometer 10,0: Im Schlussspurt hole ich noch  mal alles aus mir heraus und überquere mit langen Schritten die Ziellinie. Die Uhr bleibt für mich letztendlich bei 49:05 Minuten stehen, d.h. ich habe mein Ziel trotz zwischendurch aufkommender Zweifel "locker" erreicht. Damit verbessere ich sogar die Zeit von meiner ersten Teilnahme in Rheinzabern aus 2013 um 39 Sekunden. Im Zielbereich gönne ich mir erst einmal mehrere Becher warmen Tee, bevor ich direkt zum nächsten Tagesordnungspunkt aufbreche. Matthias und weitere Runner sind schon fleißig beim Umzug und warten auf meine Unterstützung.

 

Der erfolgreiche Auftakt zur Winterlaufserie ist mir damit geglückt. Weiter geht es dann am 8. Januar auf der 15km-Distanz.

 

Martin: 49:05 min

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